Staatskapelle Weimar

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Staatskapelle WeimarDirigent: Stefan Solyom





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Mehr als 500 Jahre zurück reichen die Wurzeln der heutigen „Staatskapelle Weimar“. Im Jahr 1482 werden als erster aktenkundiger Beleg sechs Trompeter, zwei Pauker und zwei „Trompeterknechte“ erwähnt, die den Kurfürsten Friedrich auf seinen Reisen begleiteten und in der Nebenresidenz Weimar entscheidenden Einfluss auf das Musikgeschehen ausübten.

Mit der festen Ansiedlung der Hofkapelle im nun zur Hauptresidenz avancierten Weimar beginnt im Jahr 1602 die (mit wenigen Unterbrechungen) über 400jährige Geschichte der heutigen „Staatskapelle Weimar“. Bereits in ihren Anfängen haben wichtige Persönlichkeiten die musikalische Entwicklung der Kapelle geprägt. 1615/16 war Johann Hermann Schein vor seinem Leipziger Thomaskantorat Hofkapellmeister in Weimar. Johann Sebastian Bach kam 1708 als Hoforganist und Kammermusikus nach Weimar. Seine neunjährige Amtszeit bildete einen ersten Höhepunkt in der Geschichte der Weimarer Hofkapelle. Durch die Großherzogin Maria Pawlowna wird 1819 der Freund Beethovens und Schüler Mozarts Johann Nepomuk Hummel nach Weimar berufen. Mit ihm begann eine Reorganisation des Musiklebens und damit eine Periode , die man fortan als das „Silberne Zeitalter der Tonkunst“ bezeichnete. 1842 übernahm Franz Liszt die Stelle als Hofkapellmeister in außerordentlichen Diensten, ab 1848 trat er offiziell sein Kapellmeisteramt an. Unter seiner Leitung fanden zahllose Aufführungen historisch bedeutsamer zeitgenössischer Werke statt, teils eigene Schöpfungen, teils Meisterwerke umstrittener Kollegen, wie z. B. Hector Berlioz und Peter Cornelius. So führte Liszt 1849 den „Tannhäuser“ von Richard Wagner auf. Der damals steckbrieflich verfolgte Komponist übertrug daraufhin Liszt die Uraufführung des „Lohengrin“, die Liszt gegen alle Widerstände durchsetzte. Nicht zuletzt durch seine Unterrichtstätigkeit machte er die kleine Residenzstadt zu einem Anziehungspunkt für Musiker aus vielen Ländern Europas.

Mit dem 25jährigen Richard Strauss, der von 1889 bis1894 2. Kapellmeister war, erfuhr das Musikleben Weimars einen neuerlichen Aufschwung. Viele seiner Orchesterkompositionen erklangen hier zum ersten Mal, auch seine Oper „Guntram“ und Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ erlebten in Weimar die Uraufführung. Seit 1919 trägt die damalige Großherzogliche Hofkapelle den Namen „Weimarische Staatskapelle“ (seit 1988 umbenannt in „Staatskapelle Weimar“). Das Theater wird ebenfalls 1919 zum Deutschen Nationaltheater in Weimar. Mit Ernst Praetorius (1924-1933) zeigen die z. T. spektakuläre Konzertplanung und der Opernspielplan Aufgeschlossenheit für das experimentelle Gegenwartsschaffen. Durch Hitlers Machtergreifung wird dieser Entwicklung ein Ende gesetzt.
Nach dem zweiten Weltkrieg erhielt das Orchester prägende Akzente durch Hermann Abendroth, der bis zu seinem Tod 1956 Generalmusikdirektor und Chefdirigent war.
Gerhard Pflüger (1957-73), Lothar Seyfarth (1973-79), Rolf Reuter (1979/80), Peter Gülke (1981/82), Oleg Caetani (von 1984 bis 1987 als ständiger Gastdirigent) und Hans-Peter Frank sind als Chefdirigenten bis zum Ende des 20. Jahrhunderts zu nennen. Im Sommer 2002 endete die siebenjährige Amtszeit von George Alexander Albrecht, der Schwerpunkte vor allem in der Sinfonik Mahlers und dem kompositorischen Schaffen Furtwänglers setzt. Seit der Spielzeit 2002/2003 ist Jac van Steen neuer GMD und hat die Leitung des einzigen A-Orchesters des Freistaates Thüringen als Chefdirigent übernommen.
Zahlreiche Gastspiele nicht nur in Deutschland führten die Staatskapelle Weimar bereits in viele Länder Europas, nach Israel, Amerika und Japan. Das Orchester ist Gast bei renommierten Festivals wie den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem „Kissinger Sommer“ u.a.
Die Staatskapelle Weimar und die Klassikerstadt sind eine historisch gewachsene Verbindung, die weit über Thüringen hinaus nationale und internationale Reputation genießt

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Dirigent Stefan Solyom

 

Stefan Solyom hat sich über seine längst etablierte Position im Musikleben seiner schwedischen Heimat hinaus in den vergangenen Jahren auch international in rasantem Tempo den Ruf eines herausragenden jungen Dirigenten erworben. Sowohl seine Operndirigate als auch seine Auftritte auf den großen Konzertbühnen werden regelmäßig für die lyrische Wärme und starke Überzeugungskraft seiner musikalischen Interpretationen gerühmt; die unmittelbare Intensität seines Kontakts zu den Musikern sowie sein bedingungsloses Engagement für das musikalische Werk faszinieren und begeistern stets aufs Neue Kritiker, Publikum und die beteiligten Interpreten.Seit dieser Spielzeit Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar, ist Stefan Solyom zudem ständiger Gastdirigent des Norrköping Symphony Orchestra und regelmäßiger Gastdirigent des BBC Scottish Symphony Orchestra.

Stefan Solyom wurde 1979 in Stockholm geboren und studierte zunächst Horn und später Dirigieren am Königlichen Konservatorium seiner Heimatstadt sowie an der Sibelius Akademie in Helsinki. Als Schüler von Leif Segerstam und Jorma Panula, zwei der angesehensten und zugleich außergewöhnlichsten Dirigierlehrer der Gegenwart, war er im Jahr 2000 Preisträger des Internationalen Sibelius Dirigentenwettbewerbs. Weitere Erfolge und Engagements folgten unmittelbar nach. Gegenwärtig arbeitet er regelmäßig mit Orchestern wie der Königlichen Philharmonie Stockholm, dem Göteborg Sinfonieorchester, dem Lahti Sinfonieorchester, dem Frankfurter Rundfunksinfonieorchester, dem MDR Sinfonieorchester, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, dem Rundfunksinfonieorchester des SWR Stuttgart und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

1999 debütierte er am Königlichen Opernhaus Stockholm, wo er seitdem Lidholms A Dream Play, Mozarts Zauberflöte, die Uraufführung von Carl Unander-Scharins Hummelhonung, Offenbachs Hoffmanns Erzählungen, Gefors’ Christina und Rossinis Barbiere di Siviglia dirigiert hat. Anlässlich seines Debüts mit dem Barbier an der Komischen Oper Berlin 2002 rühmte die Frankfurter Allgemeine Zeitung seine Interpretation als „federleicht” und beschrieb die Aufführung als einen „Abend funkelnd vor Witz, Geist und Vergnügen”. Zu weiteren Opernengagements zählen u.a. Die Fledermaus (Komische Oper Berlin, Königlich Schwedische Oper Stockholm), Gounods Roméo et Juliette (Frankfurter Oper, Staatsoper München), Puccinis Tosca ( Frankfurter Oper, Opéra National de Paris), Leoni’s L’Oracolo & Puccinis Le Villi (Frankfurter Oper), Verdis Falstaff und Il Trovatore (Königlich Schwedische Oper). Stefan Solyoms Arbeit zeichnet sich durch seine bereits bemerkenswerte Erfahrung und Kompetenz in verschiedensten Stilrichtungen aus, von der Operette und Opera buffa bis zu Brahms’ Sinfonien, von Rachmaninow bis zum schwedischen Zeitgenossen Sven-David Sandström.

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